Sagen erzählen gemeinsame Geschichte(n) der Grenzregion OÖ-SB

Dauer / Zeitraum: 
25.11.2021 bis 28.04.2022

Mythos und Sage sind im kollektiven Bewusstsein der Menschen fest verankert. Sagen spiegeln die Lebens- und Glaubenswelten vergangener Generationen wider und beschäftigen sich mit Ereignissen, die die Menschen bewegten. Sagen können als kollektives Gedächtnis der Menschen interpretiert werden, die die Erinnerung an das Geschehen um einen bestimmten Ort wachhält. Lokale Sagen sind als mündliche Überlieferung wertvolle Hilfe etwa bei der Arbeit in der Klein- u. Flurdenkmalforschung. Ebenso sind Sagen als das Gedächtnis der Regionen wertvolles europäisches Kulturerbe. Sie wurden bis vor gar nicht so langer Zeit rein mündlich überliefert, veränderten sich daher entsprechend den Notwendigkeiten ihrer Zeit und dem Wissen ihrer TrägerInnen. Diese Veränderungen sind erkennbar und im Kontext mit der regionalen Geschichte meist nachvollziehbar. Mit der Erfassung der länderübergreifenden Sagen im Grenzraum Mühlviertel sowie Südböhmen besteht die Möglichkeit die Geschichte der Region und der Identität ihrer BewohnerInnen auf eine besondere Weise bekannt zu machen. Somit werden die Ergebnisse für die regionale Geschichtsforschung und den Tourismus nutzbar. Die umfangreichen, mündlichen Überlieferungen werden im Kontext zur europäischen Geschichte, Regional- u. Lokalgeschichte gesetzt.

Zielgruppe:

Organisationen, Gemeinden, historische Vereine, Tourismusorganisationen, Wissenschaftler sowie Interessierte aus der Bevölkerung

Ziele:

  • Sagen stiften lokale und regionale Identität und sensibilisieren die Bevölkerung sich mit Regionalgeschichte zu befassen; durch die Auseinandersetzung mit dieser lokalen Forschung wird das Interesse an den Sagen lebendig erhalten und das identitätsstiftende kollektive Bewusstsein um die Gemeinsamkeiten der Grenzregionen dargestellt
  • Erhebung und Dokumentation von grenzübergreifenden Sagen
  • Schaffung und Erhalt des Wissens zu grenzübergreifenden Sagen
  • Internetpräsentation der Ergebnisse
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung der Ergebnisse bzw. Bewusstmachung in der Bevölkerung und bei Organisationen in der Grenzregion von OÖ und CZ
  • Zusammenarbeit und grenzübergreifende Vernetzung mit Organisationen, Gemeinden, historischen Vereinen, Tourismusorganisationen, Wissenschaftlern sowie Interessierten aus der Bevölkerung

Geplante Maßnahmen (optional zusammengefasst):

  • Einbeziehen von Sagensammlungen: als Grundlage einer lokalen Sagenforschung werden die ältesten Sammlungen herangezogen
  • Erfassung und Dokumentation noch nicht aufgezeichneter Sagen: zum einen lassen sich vor Ort oft noch nicht erfasste historische Sagen finden; des Weiteren werden wichtige Ereignisse heute noch mündlich weitergegeben
  • Sagen im Kontext mit geschichtlichen lokalen sowie überregionalen Ereignissen erarbeiten
  • Recherche und Vermittlung von Kontakten zu Privatpersonen, Vereinen, Gemeinden, Institutionen, Gewährspersonen (Menschen die noch Sagen mündlich überliefern)
  • Internetpräsentation: die Ergebnisse des Projektes werden auf den bestehenden Websites präsentiert; teilweise wird zur Präsentation auch eine Videodokumentation verwendet
  • Websites von Partner-Organisationen, Gemeinden, historischen Vereinen, Tourismusorganisationen sowie Wissenschaftlern regional und grenzübergreifend verlinkt werden, um den Zugang zu den Ergebnissen zu unterstützen bzw. zu bewerben
  • Öffentlichkeitsarbeit: zu den Ergebnissen des Kleinprojekts in Oberösterreich und Tschechien, Informationen in sozialen Medien, Heimatforschern und Interessierte, soll das Kulturerbe der grenzübergreifenden „Sagen“ in der Bevölkerung und Organisationen, bekannt gemacht werden
  • Vernetzung: Durchführung einer Veranstaltung in einem grenznahen Ort mit Präsentation der Ergebnisse und um damit die grenzübergreifende Vernetzung zu unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.kulturgeschichte.at/. Bei etwaigen Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Elisabeth Schiffkorn unter kultur.plus@liwest.at.

Projektträger: 
Verein Kultur Plus, Interessensgemeinschaft für Regional-, Kultur- und Tourismusentwicklung
Projektpartner: 
Správa Národního parku Šumava (Verwaltung des Nationalparks Šumava)
Rolle der RMOÖ: 
RMOÖ Projektbegleitung
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