144 Zukunftsgestalter:innen zeigen beim Kinderforum im Linzer Landhaus, was Beteiligung bewirken kann

Den feierlichen Höhepunkt bildete das Kinderforum am 29. Juni 2026 im Steinernen Saal des Linzer Landhauses, bei dem die Schülerinnen und Schüler von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer empfangen wurden. Mit Präsentationen, Liedern, Videos und kreativen Beiträgen stellten sie ihre Ideen für lebenswerte Zukunftsorte vor und zeigten, wie vielfältig ihre Vorstellungen von einer nachhaltigen, sicheren und lebendigen Gemeinde sind.

Mit offenen Augen, kreativen Ideen und einer großen Portion Begeisterung haben sich im Schuljahr 2025/26 insgesamt 144 Volksschulkinder aus den Gemeinden Molln, St. Stefan-Afiesl, St. Pantaleon und Vorchdorf auf den Weg gemacht, ihre Heimat aktiv mitzugestalten. Im Beteiligungsprojekt Kinder.Gestalten.Zukunft wurde eindrucksvoll sichtbar, welches Potenzial entsteht, wenn Kinder ernst genommen werden und ihre Sichtweisen in die Entwicklung ihrer Gemeinden einfließen.

Von der Idee zur Umsetzung – Beteiligung mit echter Wirkung

„Kinder sind nicht nur die Zukunft unseres Landes, sie gestalten ihre Gemeinden schon heute aktiv mit“,

betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer. Seine Worte spiegelten wider, was während des gesamten Projekts spürbar war: Kinder bringen nicht nur kreative Ideen ein, sondern übernehmen Verantwortung und erleben, dass ihre Stimme zählt. Damit wird Demokratie bereits in jungen Jahren erlebbar.

Grundlage dafür waren drei aufeinander aufbauende Workshops, die im Unterricht stattfanden und von den Pädagoginnen und Pädagogen mit großem Engagement begleitet wurden. Die Kinder erkundeten ihre Gemeinden aus ihrer eigenen Perspektive, entwickelten eine „emotionale Landkarte“ ihrer Lebenswelt, identifizierten Stärken und Verbesserungspotenziale und erarbeiteten konkrete Projektideen für ihre Heimat. Genau diese altersgerechte Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensumfeld macht Kinder.Gestalten.Zukunft zu einem besonderen Beteiligungsformat.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor waren die Kinderforen in den Gemeinden. Dort präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen nicht nur der Gemeindepolitik und Verwaltung, sondern auch Eltern, Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Vereinen und dem gesellschaftlichen Leben. Besonders wertvoll war dabei das Prinzip der Projektpatenschaften: Erwachsene übernahmen Verantwortung für einzelne Vorhaben und begleiten deren Umsetzung gemeinsam mit den Kindern und den Gemeinden. So entstehen aus guten Ideen konkrete Projekte, die das Leben vor Ort nachhaltig verbessern.

Die Bandbreite der entwickelten Projekte zeigt eindrucksvoll, wie genau Kinder ihre Umgebung beobachten. Von naturnah gestalteten Begegnungsorten, Bewegungs- und Freizeitangeboten über Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit bis hin zu Ideen für Biodiversität, Nachhaltigkeit oder attraktive Schul- und Ortsräume entstanden zahlreiche Vorschläge, von denen viele bereits erste Umsetzungsschritte erfahren haben. Entscheidend dabei ist: Oft braucht es keine großen Budgets, sondern Menschen mit Herz, Engagement und den Mut, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.