Am 20. Juli fand unter dem Motto „Frieden unterwegs“ eine grenzübergreifende Wanderung entlang des Jerusalemwegs von Passau nach Freinberg statt. Insgesamt nahmen rund 45 Personen aus dem bayerisch-oberösterreichischen Grenzraum an der Veranstaltung teil. Der Jerusalemweg ist ein insgesamt 8.500km langer interkultureller/-religiöser Friedens- und Pilgerweg von Finisterre bis Jerusalem.
Im Raum Passau laufen zwei historische Jerusalemweg-Routen zusammen und führen anschließend über Oberösterreich weiter. Bei der feierlichen Begrüßung hoben Landrat Raimund Kneidinger, 3. Bürgermeister Oliver Robl, Projektorganisator Johannes Aschauer sowie Monika Mittermeier von der ARGE Ilztal & Dreiburgenland die Bedeutung der engen Zusammenarbeit über Grenzen hinweg hervor und betonten, dass persönliche Begegnungen eine wichtige Grundlage für ein friedliches Miteinander in Europa sind.
Die rund zweistündige Wanderung mit Abschluss im Gasthaus Weinbeißer in Freinberg lieferte den idealen Rahmen für den gemeinsamen Austausch. Bereichert wurde die Wanderung zudem durch die internationale Pilgergruppe des diesjährigen Peace Walks (u.a. aus den Niederlanden), deren Bericht über die persönlichen Beweggründe und Erfahrungen des Pilgerns wertvolle Impulse für die weitere Projektentwicklung und touristische Initiativen entlang des Jerusalemwegs lieferten.
Die Veranstaltung ist Teil des gleichnamigen Interreg-People-to-People-Projekts „Frieden unterwegs: Grenzüberschreitender Begegnungs- und Kooperationstag im Grenzraum Bayern-Oberösterreich“, das gemeinsam vom JERUSALEM WAY International Peace Team und dem Landkreis Passau in Beteiligung der ARGE Ilztal & Dreiburgenland umgesetzt wird. Ziel des Projekts ist es, das touristische und kulturelle Potenzial des Jerusalemwegs an der Schnittstelle Bayern-Österreich gemeinsam weiterzuentwickeln. Hierfür werden zentrale Akteur*innen aus Tourismus, Verwaltung und Zivilgesellschaft miteinander vernetzt und zum Austausch eingeladen, um neue Ansätze für eine nachhaltige Zusammenarbeit zu entwickeln. Aufbauend auf die Gespräche und Ergebnisse der Wanderung sollen bei einem gemeinsamen Workshop im August weitere Anknüpfungspunkte identifiziert sowie konkrete Projektideen erarbeitet werden.
Nächste Einreichfrist für people-to-people Projekte: (grenzübergreifende Begegnungsmaßnahmen bis 5.000 Euro Projektvolumen) ist der 30.09.2026. Details
Ansprechpartnerin: Jennifer Daferner.