Bereits 34 Sorgende Gemeinschaften im Entstehen – Betreuungsarchitektur 2040 wird konsequent umgesetzt
Die Sorgenden Gemeinschaften entwickeln sich in Oberösterreich schneller als erwartet zur Erfolgsgeschichte: Das ursprünglich ausgegebene Ziel für das heurige Jahr, 30 Sorgende Gemeinschaften auf den Weg zu bringen, wurde bereits nach wenigen Wochen übertroffen. Aktuell befinden sich 34 Sorgende Gemeinschaften im Entstehen. Damit nimmt ein zentraler Baustein der Betreuungsarchitektur 2040 in den Regionen konkrete Gestalt an. Bei einer Informationsveranstaltung am Freitag informierten sich zahlreiche Gemeindevertreter und Systempartner über die nächsten Umsetzungsschritte sowie die Unterstützungsangebote des Landes Oberösterreich.
„Wir wollen älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen und gleichzeitig pflegende Angehörige entlasten. Dafür schaffen wir die notwendigen Strukturen. Die Sorgenden Gemeinschaften sind schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. Unser ausgegebenes Ziel von 30 Initiativen wurde bereits nach kurzer Zeit übertroffen. Das große Interesse zeigt, dass dieses Konzept in den Gemeinden auf fruchtbaren Boden fällt.“, betont Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel.
Sorgende Gemeinschaften setzen auf ein starkes Miteinander innerhalb einer Gemeinde. Professionelle Angebote werden dabei mit ehrenamtlichem Engagement und nachbarschaftlicher Unterstützung verknüpft. Ziel ist es, ältere Menschen und ihre Angehörigen wohnortnah, unkompliziert und frühzeitig zu unterstützen. Die Verantwortung und Gestaltung liegen dabei bewusst vor Ort: Sorgende Gemeinschaften werden in den Gemeinden verankert und wachsen aus den jeweiligen Regionen heraus.
Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung übernimmt das Regionalmanagement Oberösterreich. Es begleitet interessierte Gemeinden beim Aufbau einer Sorgenden Gemeinschaft, unterstützt bei der Vernetzung der örtlichen Partner und hilft dabei, passgenaue Lösungen für die regionalen Bedürfnisse zu entwickeln.
„Sorgende Gemeinschaften entstehen nicht nach einem einheitlichen Bauplan. Jede Gemeinde verfügt über andere Voraussetzungen, bestehende Angebote und engagierte Menschen. Entscheidend ist, diese Kräfte vor Ort zu bündeln und daraus tragfähige Strukturen zu entwickeln. Genau dabei unterstützt das Regionalmanagement Oberösterreich“, so Dörfel abschließend.
Das Regionalmanagement OÖ steht Gemeinden bei den ersten Schritten auf dem Weg zur Sorgenden Gemeinschaft beratend zur Seite. In der Startphase wird gezielt unterstützt, etwa durch Beratung zu geeigneten Rahmenbedingungen und tragfähigen Strukturen. Bestehende Potentiale und Herausforderungen in der Gemeinde werden analysiert, um darauf aufbauend bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln, nachhaltig zu verankern und zu koordinieren. Der Aufbau und die Weiterentwicklung lokaler Netzwerke und (gemeindeübergreifender) Kooperationen erfolgen durch die Gemeinde. Das Regionalmanagement OÖ begleitet diesen Prozess unterstützend, stellt Informationsmaterial sowie „erprobte Modelle“ bereit und informiert über die Auszeichnung „Sorgende Gemeinschaft“ des Landes Oberösterreich.